Dr. (Univ. Pavia) Bernd Hoppelshäuser

 

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Augenarzt Nittendorf Dr. Hoppelshäuser

Augenarztpraxis

Nittendorf

 

Formen der MakuladegenerationDr. Hoppelshäuser Augenarzt Nittendorf Makuladegeneration

 

Die iuvenile Makuladegeneration

 

Die juvenile Makuladegeneration kann im 10. - 20. Lebensjahr auftreten. Sie hat unterschiedliche Formen, die Merkmale sind ähnlich. Es kommt zu einer schnell fortschreitenden Verschlechterung der Sehfähigkeit.

Symptome:

• Wahrnehmung eines Flecks im Sehzentrum

• Abnahme der Sehschärfe

• Blendempfindlichkeit steigt

• Störungen der Farbwahrnehmung

• teilweise periphere Gesichtsfeldausfälle

 

Die juvenile Makuladegeneration führt nicht zur vollständigen Erblindung. Das periphere (räumliche) Sehen bleibt in der Regel erhalten.

 

Häufigste Formen:

• Stargardt'sche Makuladystrophie (Morbus Stargardt): Der Morbus Stargardt kommt selten vor, ist erblich bedingt und wird meistens rezessiv vererbt, d.h., die Krankheit tritt in der Regel weder bei den direkten Vorfahren noch bei den direkten Nachkommen auf. Zunächst kommt es zu einer rapiden Verschlechterung des zentralen Sehvermögens. Nach einer Stabilisierung schreitet die Krankheit dann langsam voran. Die Lesefähigkeit nimmt zusehends ab.

• Zapfendystrophie: Die Zapfendystrophie ist eine Funktionsstörung der Zapfen in der Netzhaut. Die Erkrankung wird dominant vererbt. Funktionsstörungen entstehen durch Zysten, die auf der Makula Narben hinterlassen. Das Sehvermögen bleibt zunächst noch relativ gut erhalten, nimmt aber dann im Laufe der Jahre rapide ab. Das Farbensehen ist zuerst betroffen, die Hell-Dunkel-Adaptation ist nicht beeinträchtigt.

 

Myope Makulopathie

Patienten mit einer mäßiggradigen Kurzsichtigkeit sind häufiger von peripheren Netzhautdegenerationen betroffen als Normalsichtige. Veränderungen treten an der Netzhaut und am Glaskörper auf. Die Sehschärfe ist stark reduziert. Bei der malignen progressiven Myopie liegt ein exzessives Längenwachstum des Augapfels vor.

 

Toxische Makulopathie:

Bei langer und hoch dosierter Gabe von Chloroquin (Resochin) kann es zu einer sog. Schießscheibenmakulopathie mit Sehbeeinträchtigungen kommen. Außerdem sieht man Pigmenteinlagerungen in der Hornhaut. Eine Überdosierung mit Chinin führt zu einem Netzhautödem mit einer Schädigung des Sehnerven und einer Einengung des Gesichtsfeldes

 

Altersabhängige Makuladegeneration (AMD)

Diese Form der Makuladegeneration ist in der westlichen Welt die häufigste Erblindungsursache bei Personen über 65 Jahren. Die altersabhängige Makuladegeneration ist eine Sehstörung, die durch zunehmende Beeinträchtigung des zentralen, also des scharfen Sehens, gekennzeichnet ist. Zu einer völligen Erblindung führt die Makuladegeneration nicht, die Betroffenen verlieren zwar ihre Lesefähigkeit und können auch nicht mehr Autofahren, die Orientierung im Raum bleibt aber in der Regel erhalten.

In der Frühphase, die noch nicht zu Sehstörungen führt, sind im Makulabereich so genannte Drusen (gelblich-weiße, rundliche Stoffwechseleinlagerungen) oder irreguläre Pigmentverschiebungen zu sehen. Erst im Spätstadium kommt es zu einem Verlust der Sehschärfe.

 

Man unterscheidet zwei Formen der AMD:

 

Trockene Makuladegeneration:

Die trockene Form der Makuladegeneration liegt bei einem Anteil von 80-90 Prozent aller auftretenden Fälle von AMD. Sie schreitet langsam voran und ist in einer Atrophie des Pigmentepithels und der sensorischen Netzhaut begründet.

 

Betroffene Patienten leiden an einer Verschlechterung der zentralen Sehschärfe, d.h. sie "sehen" immer dort graue Schatten, wo sie gerade hinblicken. Meist sind beide Augen betroffen, häufig aber in unterschiedlich fortgeschrittenem Stadium.

 

Eine kausale Therapie existiert nicht. Vielen Patienten hilft man mit unterstützenden Maßnahmen wie vergrößernden Sehhilfen wie Lupenbrillen, Bildschirmlesegeräten, etc.. Da aus einer trockenen AMD jederzeit eine feuchte AMD entwickeln kann, sind regelmäßige Kontrollen durch den Augenarzt von Nöten.

 

Feuchte Makuladegeneration:

Die feuchte Form der Makuladegeneration betrifft etwa 10-15 Prozent der AMD-Fälle und führt zu schweren Sehbehinderungen. Der Verlauf ist rapide. Ursache sind hier Gefäßneubildungen der Aderhaut, Pigmentepithelablagerungen oder Narbenbildungen im Bereich der Makula. Durch Einblutungen aus den Gefäßneubildungen entsteht dabei ein Ödem auf der Netzhaut.

Patienten mit dieser Form der AMD klagen über eine plötzliche Verzerrung fixierter Objekte bei einer gleichzeitigen Abnahme der Sehschärfe. Verbogene Linien gerader Objekte (z.B. Fensterrahmen) sind ein erstes Erkennungszeichen.

Nur bei ca. 15 Prozent der Patienten sind die Kriterien für eine Laserbehandlung gegeben. Bei ihnen werden die krankhaften neuen Gefäße verödet. Die Rezidivrate (das Wiederauftreten von Gefäßneubildungen) ist allerdings hoch.

 

Eine weitere Behandlungsmöglichkeit ist die photodynamische Therapie. Hier wird dem Patienten ein photosensibilisierender Farbstoff intravenös gespritzt. Dieser reichert sich in den krankhaften Gefäßen an und macht sie für energiearmes Laserlicht empfindlich. Die Gefäße werden dabei gezielt zerstört, ohne das umliegende Gewebe zu schädigen. Bei ca. 50 Prozent der Fälle lässt sich die Sehschärfe mit dieser Behandlungsmethode stabilisieren oder sogar geringfügig verbessern.

 

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